Ayurveda - Yoga

In Indien und China zusammen lebt zur Zeit die halbe Weltbevölkerung.
Das ärztliche Therapiesystem in Indien ist das mehrere 1000 Jahre alte “Ayurvedasystem”. Größte Aufmerksamkeit haben darin Atem, Lebensenergie, Reinigung, Entspannung. In der westlichen Medizin gibt es bis heute keine “Abrechnungsnummer” für “Atemtherapie”.

Ayurveda steht auf drei Beinen:

Jedes “Bein” braucht viel Erfahrung, Phantasie und ganze Hinwendung des Therapeuten.

1. Bein, passiv: Massagen, wie Einzel-, Syncro-, Quattro-, Chakren-,Öl-Stirn-Massage u.a.
2. Bein, aktiv: Yoga, ein philosophischer und energetischer “Weg” für Körper/ Seele/ Geist.
3. Bein: Ernährung/ Kräuter: Ergänzender, harmonisierender Ausgleich von pitta /kava /vata.

Mein therapeutisches Grundanliegen ist “Schulung” des Patienten zur Selbsthilfe. Ich lehre deshalb den Yoga-Weg, der dann als “Lebensweg” aktiv und alleine weitergeübt werden kann.
Yoga ist Energie-, Atem- und Reinigungsarbeit und stärkt die “psychische Aushaltekraft”.
Yoga” heißt “Joch”, “Yoga” will “Hingabe an Gott”, fordert sich in Demut unter das Joch Gottes zu beugen, und “Dein Wille geschehe” zu leben, was “psych. Aushaltekraft” braucht.

Die Yoga-Philosophie kennt verschiedene Unterformen von Yoga. Hierzu zählen:
Raja-Yoga, Kriya-Pranayama-Yoga, Bhakti-Yoga, Yoga-Meditation (sitzende Meditation im Lotussitz oder “Yoga-Nidra”, Tiefenentspannung in Rückenlage) u.a.

Raja-Yoga” ist der Königsweg mit 6 Formen von “Achtsamkeit”. Diese 6 Formen stehen alle auf den beiden Füßen “Yama” (sittl. Verhalten) und “Niyama” (Reinheitsgebote).
1. Hatha-Yoga: Asanas, Mudras, Bandhas: Heilende Körperhaltungen, freier Energiefluss.
“Ha-tha” heißt Gewebe aus Kette-Schuss /Mond-Sonne /Yin-Yang /Ganzheit in Polarität.
2. Pranayama-Yoga: Achtsamkeit auf den Atem in jeder Asana, viele spezielle Atemübungen.
3. Pratyahara-Yoga: Achtsamkeit auf Gefühle und Sinne und deren Abkehr nach innen.
4. Dharana-Yoga: Achtsamkeit auf Gedanken und Gedankenkonzentration nach innen.
5. Dhyana-Yoga: Achtsame Meditation mit aufrechter Wirbelsäule im Lotussitz, Atemspüren.
6. Samadhi: Erleuchtung /Stille v. Gedanken u. Gefühlen /Wahrheit jenseits der Vorstellung

Kriya-Pranayama-Yoga” ist innere Reinigung mit Atem und speziellen Atemübungen.
“Kriyas” sind verschiedenste Reinigungsübungen für Körper, Seele und Geist.
“Pranayama” ist Atemkontrolle, Atemenergielenkung, Sammlung, Beruhigung, Klarheit.

Bhakti-Yoga” ist “Yoga der Liebe”. St. Benedikt hat gesagt: “Liebe und tu was du willst”!
Auch für “Bhakti-Yoga” gilt, mit Liebe als Motiv wird alles immer richtig und heil.
Yoga-Philosophie sucht Achtsamkeit im Hier und Jetzt, trainiert Sensibilität, Sensitivität und differenzierte Wahrnehmungsfähigkeit für Atem, Körper, Sinne, Gefühle und Gedanken. Dazu hilft Atem-erfahren, -lösen, -verlängern, -vertiefen, Vokalsingen, Wahrnehmen verschiedener Atemräume, Drei-Stufen-Vollatmung, Zwerchfellatmung, Hypnose mit Atemformeln. Raja-Yoga kann man in jeder einzelnen Asana üben. Man geht langsam und bewusst in die Asana-Haltung, akzeptiert augenblickliche eigene Grenzen, verweilt und entspannt in der Haltung, lässt Schwerkraft und Hebelkräfte ohne “Wille” die eigenen Grenzen dehnen, erweitern und Blockaden lösen. Schmerz, Verspannung, Blockaden, die man spürt, in die man “hinein lächelt”, in die man liebevolle, lösende Gedanken, Atem und die Vorstellung v. Wärme schickt, lösen sich im Nachgeben, Weichwerden, Loslassen, Hineinatmen mit Ausatem auf.

Dr. med. Ursula Lung, Seminarhaus, Fichtenweg 11, 79674 Todtnauberg, Tel/ Fax 07671/ 1229
Praxis, Sandstr. 2, 79104 Freiburg, Tel/ Fax 0761/ 56031